Buddha als Werbestar?

Eine fiktive Pan-Am-Idee aus den 80er-Jahren

Was wäre, wenn eine Werbeagentur in Los Angeles Mitte der 1980er Jahre auf die Idee gekommen wäre, Buddha zum Mittelpunkt einer Pan-Am-Kampagne zu machen?

Genau diese Frage bildet den Ausgangspunkt einer fiktiven Geschichte in unserem Roman „Fly Buddha, fly“.

Die Kampagne hat es so nicht gegeben. Sie ist Teil unserer Romanhandlung. Aber die Idee dahinter ist durchaus realistisch genug, um eine spannende Frage aufzuwerfen:

Darf Werbung mit religiösen oder spirituellen Symbolen arbeiten?

Und wo beginnt die Grenze zwischen kreativer Werbung und der kommerziellen Vereinnahmung einer religiösen Figur?

Eine fiktive Geschichte – aber mit einem realen Zeitgefühl

Wir haben diese Episode bewusst in das Los Angeles der 1980er Jahre gelegt. Die Stadt steht damals wie kaum eine andere für Werbung, Film, Lifestyle und den amerikanischen Traum. In den Agenturen werden Kampagnen entwickelt, die nicht einfach Produkte verkaufen sollen. Sie sollen Gefühle verkaufen: Freiheit, Abenteuer, Lebensgefühl und die Sehnsucht nach einer anderen Welt. Und genau dort entsteht in unserer Geschichte eine ungewöhnliche Idee. Eine Werbeagentur erhält den Auftrag, für Pan Am eine Kampagne zu entwickeln, die das Image der Airline auf dem asiatischen  Markt verbessern soll.

Dann fällt ein Name:

Buddha.

Zunächst scheint die Idee absurd. Ein religiöses Symbol als Werbeträger für eine Fluggesellschaft?

„Das können wir nicht machen!“

Natürlich gibt es sofort Widerstand. Denn Buddha ist für Millionen Menschen eine bedeutende religiöse und spirituelle Figur. Darf man ihn in einer Werbekampagne verwenden, um Flugtickets zu verkaufen? Die Diskussion in unserer fiktiven Agentur wird deshalb schnell grundsätzlicher.

Darf man mit dem Göttlichen Werbung machen?

Doch dann kommt das Gegenargument:

Buddha ist kein Gott.

Siddhartha Gautama war ein Mensch. Buddha bedeutet „der Erwachte“. Im Mittelpunkt seiner Lehre stehen Erkenntnis, Bewusstsein und ein anderer Umgang mit dem eigenen Leben. Und plötzlich bekommt die Idee eine ganz andere Richtung. Vielleicht soll Buddha gar nicht als religiöse Figur werben.

Vielleicht soll er für etwas stehen.

Für Ruhe. Gelassenheit. Weisheit. Erkenntnis. Freiheit.

Und damit ist man mitten in der Welt der Werbung.

Was hat Buddha mit Fliegen zu tun?

Mehr, als man zunächst denkt. Denn auch eine Flugreise verändert den Blick auf die Welt. Man verlässt den gewohnten Ort, überschreitet Grenzen und sieht die Dinge aus einer anderen Perspektive. Vielleicht ist genau das die Verbindung, nach der die Werbeleute suchen.

Nicht Religion soll verkauft werden. Sondern ein Lebensgefühl. Eine Haltung. Eine Idee von Freiheit.

Und so beginnt aus einer zunächst verrückten Idee langsam eine Kampagne zu entstehen.

Eine fiktive Kampagne mit einer erstaunlich aktuellen Frage

Natürlich ist unsere Geschichte erfunden. Aber gerade deshalb konnten wir sie als Gedankenexperiment nutzen. Denn die Frage, wie Werbung mit religiösen Symbolen, kulturellen Traditionen und spirituellen Vorstellungen umgehen darf, ist keineswegs nur eine Frage der 1980er Jahre. Auch heute begegnen uns in Werbung und Marketing immer wieder religiöse Symbole, Meditation, Yoga, Zen oder andere Elemente spiritueller Traditionen.

Wann ist das inspirierend? Wann ist es respektvoll? Und wann wird aus einem kulturellen oder religiösen Symbol einfach ein Marketinginstrument?

Unsere Figuren müssen darauf eine Antwort finden. Und sie müssen gleichzeitig etwas ganz anderes entscheiden:

Kommt diese ungewöhnliche Pan-Am-Kampagne überhaupt zustande?

Die Antwort gibt es nur im Roman

Mehr möchten wir an dieser Stelle nicht verraten.

Denn genau das ist der Reiz einer Romanhandlung: Wir können eine historische Welt nehmen, eine reale Airline wie Pan Am als Ausgangspunkt verwenden und daraus eine fiktive Geschichte entwickeln, die so vielleicht hätte passieren können – aber niemals passiert ist.

Oder vielleicht doch?

Nein.

Zumindest nicht diese Geschichte. Aber vielleicht wäre die Idee gar nicht so abwegig gewesen.

Ob Buddha am Ende tatsächlich zum Werbestar von Pan Am wird und welche Folgen diese Entscheidung für unsere Figuren hat, erfahrt ihr in „Fly Buddha, fly“.

Denn manchmal sind es gerade die Geschichten, die nie passiert sind, die uns über die Wirklichkeit am meisten nachdenken lassen.

 

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