Die Aisbergh Akte

erzählt die Geschichte des Archäologen Matteo Mancini, der sich gemeinsam mit Sally Wheeler auf die Spurensuche seines Großvaters Daniel Aisbergh begibt. Dieser arbeitete als jüdischer Bakteriologe offenbar bis Kriegsende für die Nazis.

Während Matteo Mancini die Keller unter dem Berliner Hotel Haus Deutscher Falke erforscht, stößt er auf Spuren seines jüdischen Urgroßvaters Daniel Aisbergh, der bis Kriegsende offenbar als Bakteriologe für das Berliner Robert Koch Institut tätig war – zu Zeiten, in denen dies für einen Juden eigentlich unmöglich war.

Gemeinsam mit der Bibliothekarin Judith Holland macht Matteo sich auf, weiteres herauszubekommen. Wie konnte Daniel Aisbergh im Nazi-Berlin überleben? Und welche Rolle spielte dabei der damals in Wirtschaft und Politik so mächtige Hotel- und Diamantenminenbesitzer Carlo van der Meer?

Dessen Alleinerbin Sally Wheeler erklärt sich bereit, Matteo bei der Beantwortung dieser Fragen zu unterstützen. Über Südtirol, Kuba, Israel und Wien gelingt es mit Hilfe Dr. Marcello La Speranzas ein in den Lost Places der Wiener Katakomben über den gesamten Kriegsverlauf sorgfältig hinterlegtes Geheimnis zu lüften.

Dunkel ragte der massige Betonklotz in den dunstigen Abendhimmel über dem Wiener Arenbergpark, fast trotzig umgeben von eleganten mehrstöckigen Wohnhäusern des ausgehenden 19. Jahrhunderts, aus deren hohen Fenstern die Lichter einer heute so viel besseren Zeit leuchteten. Im Sommer hinter dichtbelaubten Bäumen gelegen, waren die herabfallenden Herbstblätter seit Tagen damit beschäftigt, den Blick auf die im Zweiten Weltkrieg als Teil von sechs paarweise um die innere Stadt angelegten Bunkertürmen freizugeben. Mit hochgestellten Krägen und tief in die Stirn gezogenen Mützen öffneten die beiden Männer die graue Metalltür zum Feuerleitturm, nachdem sie den Einlass im hinter ihnen liegenden Drahtzaun sorgsam wieder verschlossen hatten.

Zwei Lichtschwertern aus einem Science-Fiction-Film ähnlich, bohrten ihre Taschenlampen sich in den unheimlich vor ihnen auftauchenden staubigen Gang, den sie mit behutsamen Schritten betraten, als wäre er der Zugang zu einer geheimnisvollen Zeitmaschine.

Was er zweifellos auch war, mit all dem, was Dr. Marcello La Speranza an diesem Abend aufzeigen sollte. „Die Mauern hier sind zwischen 2 und 2,5 Meter dick, die Decken sogar bis zu 4 Meter“, erklärte er seinem Begleiter, während sie die zum Teil von Taubenskeletten gesäumten Treppen hinaufstiegen, um dabei immer wieder vor Aufschriften aus über 70 Jahre zurückliegenden Tagen zu verweilten: ‚Rasch gehen‘, ‚Mutter und Kind‘, Rettungsstelle‘, ‚Rauchverbot‘ sowie ‚Nicht stehen bleiben‘ …

Auszug "Die Aisbergh-Akte", Kapitel 1

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