„Mistral, Mistral“ – Der Roman über Kunst, Rivalität und ein Gemälde als Hommage an Claude Monet

„Mistral, Mistral“ – Wenn der Wind zum Bild wird

Der Wind der Provence hat Künstler seit Jahrhunderten inspiriert. Besonders der berühmte Mistral, jener kalte, heftige Nordwind, der vom Rhônetal bis ans Mittelmeer fegt. Schon der Impressionist Claude Monet versuchte 1888, diese unsichtbare Kraft einzufangen – etwa in seinem Gemälde „Cap d’Antibes, Mistral“.

Der aktuelle Roman „Mistral, Mistral“ des Autorenpaars Rüdiger und Sonja Lehmann greift diese künstlerische Spur auf – und verwandelt sie in einen spannungsgeladenen Familienthriller, der Kunst, Rivalität und Familiengeheimnisse miteinander verwebt.

Im Zentrum stehen zwei Zwillingsschwestern, deren Leben sich wie zwei gegensätzliche Winde entwickeln:
die Künstlerin Inès Favre und die Architektin Sotine Favre.


Money statt Monet? – Wenn alte Meister neues Geld bringen

In einem fiktiven Zeitungsbericht des Romans wird eine provokante Frage gestellt: „Money statt Monet?“. Gemeint ist die wachsende Tendenz, Werke der großen Meister nicht mehr nur als kulturelles Erbe zu betrachten, sondern vor allem als Kapitalanlage.

Doch im Fall der südfranzösischen Künstlerin Inès Favre geht es um mehr als Marktwerte. Ihr monumentales Werk „Mistral, Mistral“ versteht sich als künstlerische Antwort auf Monet – eine Hommage, die zugleich widerspricht.

Denn während Monet den Wind als impressionistisch flirrende Bewegung der Landschaft einfängt, sucht Inès Favre nach einer radikaleren Darstellung:
der Mistral als archaische Naturgewalt, schön und bedrohlich zugleich, in einer Welt der farblich intensiveren Modern-Art.

Beide Jahrhundertwerke versuchen, etwas scheinbar Unmögliches sichtbar zu machen – den Wind selbst.


Leseauszug aus dem Roman „Mistral, Mistral“

(gekürzte Fassung)

Vor mir steht die Leinwand im wechselnden Licht der Sonne. Jeder Strahl verändert den Ton der Farben, als würde das Bild atmen.

Was einst als Skizze begann, wächst zu etwas Größerem heran – eine Suche nach der Landschaft der Provence am Cap d’Antibes. Schicht um Schicht entsteht ein Werk, in dem Erinnerung und Empfindung übereinanderliegen.

Begonnen in meinem Atelier in der Villa Rossignol, scheint es längst über seine Wände hinauszuwachsen. Licht, Meer und Wind sind Teil davon geworden.

Es ist eine Verbeugung vor Monets Mistral – und zugleich mein eigener Widerspruch. Denn wo Monet den Wind als zarte Bewegung zeigt, spüre ich seine wilde Kraft.

Dieser Wind ist kein Spiel der Lüfte. Er formt Landschaften und erschüttert Seelen. Vielleicht fasziniert mich genau das: dass er alles Überflüssige fortbläst, bis nur noch das Wesentliche bleibt.


Ein Roman zwischen Kunstgeschichte und Thriller

„Mistral, Mistral“ verbindet mehrere Ebenen:

  • Kunstgeschichte: Die literarische Hommage an Claude Monet und seine Landschaftsmalerei

  • Provence-Atmosphäre: Die Landschaft am Cap d’Antibes, geprägt von Licht, Meer und dem berühmten Wind

  • Familienthriller: Der erbitterte Konflikt der Zwillingsschwestern Inès und Sotine Favre

Während Inès ihre Visionen auf Leinwand bannt, plant Sotine als Architektin ihre eigenen monumentalen Projekte. Doch hinter künstlerischem Ehrgeiz und beruflichem Erfolg verbergen sich alte Verletzungen, Konkurrenz und Geheimnisse, die die Familie Favre zu zerreißen drohen.

Der Roman erzählt deshalb nicht nur von Kunst – sondern von Identität, Rivalität und der Frage, ob Kreativität verbindet oder trennt.


Der Mistral als Symbol

Im Roman ist der Mistral mehr als ein Wetterphänomen. Er wird zum Symbol für die Kräfte, die Menschen antreiben und auseinanderreißen:

  • Leidenschaft

  • Ehrgeiz

  • Neid

  • Erinnerung

So wie der Wind die Landschaft der Provence formt, prägt er auch das Schicksal der Figuren.


Fazit

„Mistral, Mistral“ ist ein ungewöhnlicher Roman:
eine Mischung aus Kunstroman, Provence-Atmosphäre und spannungsgeladenem Familienthriller.

Im Zentrum steht die Frage, ob Kunst nur ein Echo der Vergangenheit ist – oder ob sie, wie Inès Favres monumentales Bild, den Mut hat, dem großen Meister zu widersprechen und etwas völlig Neues zu erschaffen.

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